Unternehmensgeschichte

Der Grundstein für das heutige Unternehmen Ostnor wurde bereits im 18. Jahrhundert gelegt. Das Leben der Bauern im schwedischen Mora war hart. Der karge Boden brachte nur eine magere Ernte hervor, sodass die Bevölkerung gezwungen war, Ihren Lebensunterhalt auf andere Weise zu sichern.

Um die knappe Kasse aufzustocken, begann man im Dorf Östnor bei Mora die mittlerweile berühmten Mora-Uhren („Moraklockan“) herzustellen. So waren nach dem Ende des normalen Arbeitstags die Bauern in ihren Katen auch abends noch tätig. Auf diese Weise bildete sich eine Handwerkstradition heraus, die heute eine Haupteinnahmequelle der Region darstellt.

Die Uhrenherstellung bewirkte einen Zuwachs an Wissen und Erfahrung bei der Messingbearbeitung. Die gesamte Gemeinde war quasi eine einzige Uhrenwerkstatt. Mitte des 19. Jahrhunderts kam diese Tätigkeit fast vollständig zum Erliegen. Die Konkurrenz durch billigere und qualitativ geringerwertige Uhren aus Deutschland und Amerika wurde zu groß.

Als Reaktion darauf wurde in Östnor mit der Herstellung der ersten schwedischen Nähmaschinen begonnen. Nach zwölfjähriger Tätigkeit stellte sich heraus, dass die Nähmaschinenpreise aufgrund der wirtschaftlichen Depression so stark gesunken waren, dass die Teileigentümer der Fabrik keine rentablen Ergebnisse mehr erzielen konnten.

Der nächste lokale Industrialisierungsversuch wurde von den Einwohnern Finn Anders Andersson und Frost Matts Mattsson unternommen.

Finn Anders Andersson startete eine Messerherstellung. Die Mora-Messer („Morakniven“) werden mittlerweile weltweit verkauft. Der Messinggießer Frost Mats Mattsson hatte seit Mitte des 19. Jahrhunderts Uhrräder für die Herstellung von Mora-Uhren sowie Schnallen für die regionalen Trachten, Pferdeglocken und Geschirrbeschläge gefertigt. 1876 goss er seinen ersten Wasserhahn, was als Geburtsstunde der berühmten Armaturenproduktion in Östnor galt.

Frost Mats Mattsson lebte bis 1914. Schon vor seinem Tod hatten seine Söhne Anders und Karl die Werkstatt ihres Vaters (FM Mattsson) übernommen.

1926 wurde die Produktion bei FM Mattsson durch einen einjährigen Streik zum Erliegen gebracht. Dies führte dazu, dass Frost Karl Mattsson seine eigene Fabrik in Betrieb nahm. Zwölf Angestellte folgten ihm vom alten Unternehmen in die neugegründete Firma Mora Armatur.

Bis 2003 waren die beiden Marken als separate Aktiengesellschaften auf dem Markt. Dann wurde beschlossen, die beiden Unternehmen zu vereinigen. Gemeinsam mit Priveq Investment wurde Ostnor AB gegründet.

1876 goss Frost Matts Mattsson seinen ersten Wasserhahn und legte damit den Grundstein für die beiden führenden skandinavischen Marken im Bereich Sanitärarmaturen.

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